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Ziele im Blick - 5 Schritte, dem Aufschieben ein Ende zu bereiten

Kennen Sie auch diese bestimmten Aufgaben, die Sie (fast) immer verschieben oder erst einmal an die Seite legen? Und dann liegen sie da. Und geistern in Ihren Gedanken, weil Sie wissen, dass die Steuererklärung, die Bügelwäsche, der Telefonanruf…irgendwann gemacht werden muss.

Die aufgeschobenen Tätigkeiten fressen sich in den Gedanken fest und rauben Energie. Zumindest ist das bei vielen Menschen so. Nur wenige können entspannt und relaxt etwas nicht tun und es getrost vergessen.

Das Aufschiebeverhalten, Prokrastination oder Handlungsaufschub scheint mehr Menschen zu beschäftigen, als ich dachte. Zumindest lassen Studien und Zeitungsartikel darauf schließen.

Das Aufschieben von Aufgaben kann Sie daran hindern, langfristig Ihre Ziele zu erreichen

Gründe für das Aufschieben bestimmter Tätigkeiten sind:

  • Unklare Prioritätensetzung
  • schlechte Organisation
  • Abneigung gegen oder Angst vor der Aufgabe
  • Perfektionismus.

Ich habe viele Ratgeber und gute Bücher gegen bzw. über das Aufschieben, gefunden. Viele davon werden hilfreiche Dienste leisten. Doch ich frage mich:

Wird das Lesen des Buches nicht auch aufgeschoben von einem wirklich schlimm betroffenen Menschen?

Und muss eigentlich alles, was Menschen tun oder nicht tun professionell untersucht werden und in krank oder gesund unterteilt werden? So gerne ich lese - manchmal werde ich Ratgeber-müde. Für jeden Bereich meines Lebens existiert eine genaue Anleitung, wie ich was tun soll, damit es der Norm (noch) entspricht. Dabei reicht doch manchmal der gesunde Menschenverstand und ein wenig Humor, um aus einer Sackgasse herauszukommen. (Bildlich gesprochen: Umdrehen hilft immer…)

Wenn ich etwas aufschiebe mache ich Folgendes:

  • Ich gebe mir noch 10 Minuten, um das Thema anzupacken.
  • Wenn ich es in dieser Zeit nicht tue, dann erlaube ich mir, die Tätigkeit nicht zu tun. Je nachdem, was es ist: einen Tag, zwei Tage. Ich erledige in dieser Zeit andere Dinge.
  • Wenn es dann immer noch nicht geht, dann setze ich mich entspannt hin und überlege, was meine Ängste, Selbstzweifel, Probleme, Hemmungen … im Zusammenhang mit dem Thema sind.
  • Wie gesagt, ganz entspannt. Fast immer komme ich mir selbst auf die Schliche und entdecke etwas, was mich zu Recht daran hindert diese Aufgabe zu tun. Häufig sind es Selbstzweifel, das etwas, was ich tun soll vielleicht nicht gut wird. Oder, das meine Kenntnisse nicht ausreichen und es viel kompetentere Menschen als mich gibt.
  • Ein hilfreicher Weg ist für mich immer: Um Hilfe bitten. Ich frage einen “passenden” Menschen um Rat. Ich versuche, herauszufinden, ob er/sie mich aktiv und konkret unterstützen kann. Damit meine ich keinen “Tritt in den Hintern”, das ist mir viel zu brutal und auch nicht nötig, weil mein Aufschieben wie gesagt einen triftigen Grund hat.

Je häufiger ich es geschafft habe, meinen Hinderungsgründen auf die Schliche zu kommen, umso gelassener bin ich mit dem Aufschieben von Tätigkeiten geworden.

Für das Aufschieben von Dingen, die nichts mit Angst oder Selbstzweifeln zu tun haben, sind folgende Fragen hilfreich:

  • Prioritäten setzen - Fragen Sie sich: Was will ich?
    Was würde ich dafür geben, es zu bekommen?
    Was passiert in der Zukunft, wenn ich diese Aufgabe erledige (oder nicht erledige, je nach Motivationsrichtung, die Sie haben).
  • Erstellen Sie einen Aktivitäten-Plan:
    Erstellen Sie einen Jahresplan.
    Verfassen Sie eine tägliche (kleine) To-Do-Liste, die nach Ihren Prioritäten sortiert ist und planen Sie am Vorabend des nächsten Arbeitstages.
    Setzen Sie sich ganz kleine und erreichbare Ziele, klein!
    Wenn Sie diese Ziele erreichen, erst dann, können Sie die Hürde erhöhen.
  • Halten Sie sich an diesen Plan mit den Baby-Schritten!
  • Verbünden Sie sich mit jemandem, der Sie dabei unterstützt!
  • Beobachten Sie Ihre Fortschritte:
    Wenn Sie die To-do Liste für den kommenden Tag vorbereiten, überprüfen Sie, was Sie von Ihrer Liste getan haben. Die unerledigten Tätigkeiten werden übertragen.
    Überprüfen Sie genau, welche Arbeiten auf der Liste wichtig und nötig sind, oder ob Sie einen Teil delegieren oder streichen können.
    Belohnen Sie sich für erreichte Schritte, auch wenn sie klein sind.

Auch kleine Schritte sind ein Fortschritt und bedeuten einen Lerneffekt für Sie. Die meisten Menschen machen den Fehler, dass Sie zuviel in zu kurzer Zeit erreichen wollen. Um Gewohnheiten langfristig zu verändern benötigen Sie etwas Zeit, Geduld und Humor. Nur weil Sie an einem Tag nicht perfekt Ihrem Plan gefolgt sind, heißt noch lange nicht, dass Sie es am nächsten Tag nicht doch schaffen.

Jeder Tag ist eine Herausforderung! Viel Erfolg.

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