An manchen Tagen will einfach gar nichts gelingen. Was uns oft davon abhält, das zu tun, was wir tun wollen, ist eine Stimme in unserem Ohr die flüstert: “Das kannst Du doch gar nicht! Das klappt doch sowieso nicht!”
Selbstbewusstsein passiert nicht einfach so. Wir erschaffen es für uns - täglich neu. Auch wenn es Menschen oder Umstände gibt, die unser Selbstbewusstsein untergraben, können wir jederzeit ändern, wie wir uns gerade fühlen.
Woher kommt unser Selbstbewusstsein, um unsere Ziele zu erreichen?
Unser Selbstbewusstsein ist der Glauben an unsere Kraft, Ausdauer und Stärke, das erreichen zu können, was wir uns vorgenommen haben. Manche Menschen sehen nur wenige Talente und Eigenschaften, auf die sie stolz sind. Sie nehmen die Dinge, die sie gut können kaum wahr. Wenn etwas gelingt, dann glauben sie häufig, sie hätten nur Glück gehabt.
Andere Menschen glauben an sich und ihre Fähigkeiten. Sie sind davon überzeugt, dass sie mit Fleiß und Ausdauer viel erreichen können.
Woher kommt der Unterschied, ob ich mich selbstbewusst oder nicht selbstbewusst fühle, meine Wünsche in die Tat umzusetzen?
Was uns häufig zurückhält, das zu tun, was wir tun können, sind unsere eigenen kritischen Stimmen im Kopf. Sie wispern uns zu, entmutigen uns oder demotivieren uns. Das kann an den Erfahrungen liegen, die wir in unserer Vergangenheit gemacht haben. Es kann aber auch daran liegen, dass wir nur ungenügend gelernt haben, mit Rückschlägen umzugehen. Beides können Sie immer noch positiv beeinflussen.
- Der erste Schritt diese negativen Gedanken zu verändern, ist die eigene Beobachtung. Erst wenn Sie bemerken, wie Sie denken, sind Sie in der Lage diesen Kreislauf zu unterbrechen. Wir führen alle täglich viel mehr negative Selbstgespräche, als uns auffällt.
Machen Sie einmal ein Experiment: Für jeden negativen Gedanken malen Sie einen Strich auf ein Blatt Papier. Mein Blatt war nach einem Vormittag voll, obwohl ich immer dachte, ich sei ein sehr positiv denkender Mensch!
Wenn da eine Stimme wäre, die immer zu Ihnen sagt: Das kannst Du schaffen! Versuche es, wenn es noch nicht klappt, dann klappt es beim nächsten mal! Wie wäre das für Sie?
- Stellen Sie sich vor, wie Sie beim nächsten Versuch zu Ihrem Teufelchen sagen: “Jetzt nicht. Du hast jetzt einmal Pause. Wir sprechen später weiter.”
Machen Sie Schluss mit den negativen Selbstgesprächen. Unterstützen Sie sich stattdessen auf die bestmögliche Weise, indem Sie sich Situationen vor Augen führen, in denen Sie das Problem bereits einmal erfolgreich angefasst haben. Erinnern Sie sich, wie Sie das gemacht haben.
Falls es solche Situationen noch nicht gibt, stellen Sie sich das ganz einfach vor. Malen Sie sich ganz genau aus, wie Sie es geschafft haben. Sehen Sie es vor sich, spüren Sie, wie Sie sich dabei fühlen, riechen und hören Sie Ihre Umgebung - vielleicht die Bewunderung Ihrer Kollegen oder Freunde?
- Nutzen Sie Affirmationen für Ihr Selbstbewusstsein. Der Ausdruck Affirmation kommt aus dem Lateinischen und steht für: bekräftigen, versichern, beteuern. Er meint etwas wie Bejahung oder Zustimmung und steht für eine positive Unterstützung, “Programmiersätze”, die helfen, das Unterbewusstsein zu unterstützen.
Diese kraftvollen und aufmunternden Sätze stehen in krassem Gegensatz zu demotivierenden Einschätzungen von sich selbst, die uns manchmal gar nicht bewusst sind.
Anstatt zu denken: “Mir gelingt mal wieder gar nichts,” können Sie sich sagen:
“Ich finde immer eine Lösung,” oder “Ich werde von Tag zu Tag kreativer.”
Finden Sie die Affirmationen, die Ihnen gefallen und gut tun. Das Ziel ist, keine negativen Selbstgespräche zu führen und statt dessen positive und motivierende Worte für sich selbst zu finden.
- Umgeben Sie sich mit positiv denkenden Menschen. Es gibt Kollegen, Freunde, Mitarbeiter, die können gar nicht anders, als ein Haar in der Suppe zu finden. Egal, wie das Wetter ist, es ist immer zu warm, zu kalt, zu trocken, zu regnerisch. Ähnlich ist mit anderen Gesprächsthemen. Das liegt nicht daran, dass diese Menschen Sie nicht mögen - Sie können gar nicht anders.
Schlimm ist es nur, wenn Sie gerade Aufmunterung oder Unterstützung benötigen und sie nicht erhalten. Bei fröhlichen und optimistischen Menschen ist die Laune ansteckend. Sie helfen Ihnen leicht, aus einem Stimmungstief herauszukommen, anstatt noch tiefer hineinzufallen.
- Tun Sie das, was Sie besonders gut können. Wenn es an einem Tag einmal gar nicht rund laufen will und Sie Ihren Rhythmus nicht finden können, dann tun Sie das, was Sie gern und gut können.
Manchmal verbeiße ich mich in eine Aufgabe, weil sie unbedingt fertig werden muss. Selten bin ich damit dann auch schnell erfolgreich. Ich habe für solche Fälle eine Ausweichstrategie: Ich tue etwas, was ich gut kann oder was ich besonders gerne tue.
Manchmal tue ich es nur für wenige Minuten, wie zum Beispiel etwas Yoga. Oder ich gehe kurz an die frische Luft, schreibe einen Blogbeitrag oder führe eine Telefonat. Wenn ich mehr Zeit habe, koche ich oder gehe Laufen.
Es geht darum, sich abzulenken und Ihre Aufmerksamkeit auf etwas zu lenken, dass Ihnen Spaß macht und leicht ist. Das Selbstbewusstsein und die Zufriedenheit, dass Sie aus dieser kleinen Sache beziehen überträgt sich auf andere Tätigkeiten. So fällt es Ihnen leichter, mit schwierigen Dingen weiter zu machen.
Sie meinen, das klappt bei Ihnen nicht? Probieren Sie es aus, ich bin gespannt auf Ihre Nachricht.
Wolfgang
Am 29. Juli 2010 um 17:09 Uhr
Ich treibe viel Sport und kämpfe jeden Tag ums Selbstvertrauen. Heute ist so ein Tag, an dem ich alleine durch den Kampf nichts ausrichten konnte. Ich nahm mein Tagebuch und fing das Schrieben an. meine ersten 3 Worte waren voller Kraft……….
ICH BIN MEHR!
Danke