Ich hatte heute Nacht einen fürchterlichen Traum. Kennen Sie das? Sie träumen etwas und fragen sich währenddessen, ob Sie wach sind oder schlafen?
So erging es mir letzte Nacht. Zum Glück ging mein Traum gut aus, zumindest für mich.
Ich stand auf dem hell erleuchteten Feld eines Stadion. Es sah aus, als ob eine Leichtathletik Veranstaltung stattfinden würde. Leichtathletik war noch nie meine große Stärke. Mit 1,65 Metern Größe bin ich als Schülerin an jeder Hürde gescheitert. Selbst Übungen am Pferd waren mir ein Graus.
Weit entfernt sah ich eine Stabhochsprung Anlage aufgebaut. Der Stab hing auf mindestens 2,00 Metern Höhe. Komischerweise lag irgend etwas oben auf der Stange drauf.
Ich ging neugierig näher - und entdeckte einen meiner großen Träume, mein ultimatives Ziel!
Er lag oben auf der Stange. Es sah aus, als ob er sich räkeln würde und mich leicht hämisch grinsend anschaute.
Ich rief ihm zu:
“Hey, was machst Du da oben - komm runter, Du gehörst mir.”
Mein Traum:
“Nö, ich liege gerade so gut. Komm Du doch rauf.”
Andrea:
“Ich bin zu klein, wie soll ich das denn machen. Außerdem hatten wir andere Maßnahmen vereinbart, damit ich Dich kriege.”
Mein Traum:
“Mein Traum - meine Regeln. Ich kann sein, wo ich will. Lass Dir mal was Neues einfallen.”
Ich kochte vor Wut, weil ich mir die größte Mühe gebe, meinen Traum zu verwirklichen.
Pläne, Teil-Ziele, Visualisierung, Motivation, Hartnäckigkeit und der ganze Schnick-schnack.
Und jetzt soll ich etwas machen, was ich überhaupt nicht kann und wovor ich Angst habe. Das kann ich doch in so kurzer Zeit nicht lernen?
Da machte es plötzlich Klick in meinem Kopf. Mein Traum - meine Regeln. Wenn das so ist, dann kann ich meine eigenen Regeln aufstellen. Ich dachte mir einen Propeller auf den Rücken, wie in der Geschichte bei Karlsson vom Dach und flog langsam hoch in Richtung von meinem Traum. Der fing schallend an zu lachen und feixte: “Hier oben wird Dir doch eh´nur schlecht.”
Ich war fast oben angelangt und wollte mich auf die Stange setzen, als mein Traum mich packte und mir meinen Propeller vom Rücken riss. Ich sauste in die Tiefe und landete zum Glück heil auf der dicken Matte. Richtig wütend.
Jetzt werde ich es Dir zeigen. Mich schubsen.
Mein Traum - meine Regeln: Ich dachte mir eine Motorsäge herbei und begann, die Füße der Stabhochsprunganlage anzusägen. Das Geräusch war markerschütternd und machte mir riesen Spaß! Ehe er sich versah fiel mein Traum herunter und auf mich drauf. Ich konnte gerade noch die Motorsäge wegwünschen, packte mein Super-Ziel am Kragen und brüllte:
“Mein Traum - meine Regeln, verstanden!”
An dieser Stelle wachte ich auf und wischte mir die Lach-Tränen aus den Augen. Ich musste diesen Traum unbedingt zu Papier bringen, weil ich mich immer daran erinnern will, welche ungeahnte Fähigkeiten in mir Schlummern. Und wenn es nur im Traum ist…
P.S.: Wenn Sie auch manchmal schrille Träume haben - erzählen Sie mir davon! Ich freue mich darauf.
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